Ist das was für die Selbstverteidigung?


Ja und zwar sehr.

Die Befähigung zur Selbstverteidigung ist eines unserer Hauptanliegen in den Filipino Fighting Arts. Unser Programm umfasst spezielle Techniken, Prinzipien und Taktiken sowie Theorieunterricht zur realistischen Selbstverteidigung.

Doch ich möchte etwas weiter ausholen…

Auf den ersten Blick scheinen die FMA Waffenkampfkünste zu sein und daher nicht geeignet als Selbstverteidigungsssystem in unserer heutigen Zeit. Dies ist allerdings ein gewaltiger Trugschluß.

Mal ganz abgesehen davon, dass man man in den FMA auch die waffenlose Selbstverteidigung lernt: es gibt unzählige Alltagsgegenstände, die sich spontan zur Selbstverteidigung in eine Waffe verwandeln lassen.

Denkt an Handys, Handtaschen, Kugelschreiber, Regenschirme, Geldmünzen, Schuhe und und und.

Die Körpermechanik, die durch das Training mit Rattanstöcken verinnerlicht wird, lässt sich intuitiv mit jedem denkbaren Alltagsgegenstand – aber auch mit bloßen Händen – umsetzen.

Und dies ist das Verdienst des besonderen Trainingskonzepts der FMA.

Anfänger beginnen das Training bei uns mit Schlag- und Koordinationsübungen mit einem oder zwei Rattanstöcken.

Durch das Training mit Waffen fällt es leichter Koordination, Kraft, Distanzgefühl und saubere Technik zu lernen und zu lehren. Die Bewegungsprinzipien, die im Waffenkampf erlernt werden lassen sich dann unkompliziert auf die Anwendung ohne Waffen übertragen. Dass dies tatsächlich gut funktioniert muss man als Einzelner im Training erleben und dann kann es gut sein, dass Euch das FMA-Virus befällt 😉

Das Training mit Waffen erfordert mehr Respekt und Rücksichtnahme und das Sparring mit Waffen zusätzlich mehr Mut und Taktik.

Dies alles sind Attribute, die auch im waffenlosen Kampf unverzichtbar sind und aus dem Training mit der Waffe heraus intensiv ausgebildet werden.

Zudem sind unserer Meinung nach Abwehrtechniken gegen bewaffnete Angreifer nur dann sinnvoll zu trainieren, wenn der Partner auch realistisch angreifen kann und wenn man selber weiß, was diese Waffe in geschulter Hand anrichtet.

Darüberhinaus integrieren viele FMA-Stile (so auch wir) spezielle waffenlose Techniken, wie etwa das aus dem Kung-Fu oder Jeet-Kun-Do bekannteTrapping oder auch Box- und Tritttechniken aus dem Muay Thai und dem westlichen Boxen sowie Hebel- und Bodentechniken aus japanischen und südamerikanischen Kampfkünsten.